Pfarrkirche Diefenbach - Heilig-Kreuz-Kirche Diefenbach

Über unsere Kirche in Diefenbach

Im 11. Jahrhundert wurde die Diefenbacher Kirche erstmals erwähnt.

Die Grundmauern des heutigen Kirchturms weisen auf eine ursprünglich romanische Kirche hin. Andere Merkmale lassen auf eine alte Wehrkirche schließen.

Unter der Herrschaft des Klosters Maulbronn kam es im 12. Jahrhundert zum Ausbau der Kirche.

Im 14. Jahrhundert wurde der Chorraum im frühgotischen Stil gebaut.

Die letzte Form dieser gotischen Kirche zeigt eine Aufnahmeskizze von 1619, angefertigt vom Baumeister Heinrich Schickhardt anlässlich der Planung eines Neubaus. Bei dieser großen Renovierungsmaßnahme blieben Teile der Kirche stehen (Turm, Sakristei, Südwand), das Kirchenschiff wurde vergrößert, eine neue Westempore errichtet und eine neue Holzdecke eingebaut.

Zwei besondere Schmuckstücke der Diefenbacher Kirche sind die Steinsäule der Westempore und die Portalornamente im Renaissancestil.

Die Gemeinsamkeit von Herzogtum und Kloster Maulbronn kommt in den beiden Wappen zum Ausdruck, die über dem Nord- und Südportal angebracht sind und in denen jeweils die Jahreszahl 1621 steht.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges war sowohl das Dorf als auch das Pfarrhaus von 1636 – 1649 völlig verlassen.

1717/18 wurde der Kirchturm neu aufgebaut, um ein Stockwerk erhöht und bekam sein achtseitiges, pyramidenförmiges Zeltdach (zuvor: Walmdach).

1717 wurde die Kirche ein weiteres mal renoviert: der Triumphbogen wurde höher gezogen, das gotische Kreuzgewölbe zerstört, die Orgel im Chorraum eingebaut, die Kanzel angefertigt und die Nordempore eingebaut.

Seit 1934 schmücken  zwei farbige Glasfenster die Kirche.

1968 folgte eine weitere Renovierung: es gab eine neue Heizung, eine neue Orgel wurde eingebaut, Innen- und Außenbemalungen wurden freigelegt, neue Bankreihen eingebaut, die Kanzel wurde niedriger gesetzt, ein neuer Altar wurde eingebaut und das alte Kruzefix bekam seinen Platz über dem Altar.

Nach 655 Stunden Arbeit erstrahlte die Kirche in neuem Glanze, so wie sie auch heute noch von den Besuchern angetroffen wird. Bei dieser letzten großen Renovierungsmaßnahme wurde die wichtigsten Baustile, die das Aussehen der Kirche im Laufe der Geschichte geprägt haben, wieder deutlich hervorgehoben: Gotik, Renaissancestil und bäuerlicher Barockstil.

 

(Wer gerne noch mehr Informationen über die schöne Diefenbacher Kirche haben möchte, kann in der Auslage der Kirche eine Broschüre mit detaillierter Beschreibung, Skizzen und Bildern erwerben)

vorgenommene Renovierungen

  • Im Jahr 2010 wurden statische Sicherungsmaßnahmen zum Erhalt der Fresken und Instandsetzungsarbeiten im Chorraum in Höhe von 42.000 Euro durchgeführt.

  • Im Zuge der Kirchenrenovierung 1968/72 wurde ein barockes Orgelgehäuse angekauft, erbaut von der Firma Kurt Oesterle/Reichenbach als op. 57. Gehäuseoberteil von Johann Christian Wagemann aus dem Jahre 1791, Unterteil von 1972. Eine gründliche Reinigung und Instandsetzung mit fälligen Reparaturen war 2011 erforderlich und kostete die Kirchengemeinde gut 15.000 Euro.

  • Im Jahr 2013 musste für über 50.000 Euro die Kirchenmauer grundlegend saniert werden.

  • In absehbarer Zeit muss die Kirchenheizung erneuert werden. Dieses Projekt wird einen großen Kraftakt für unsere Gemeinde bedeuten. Daher beginnen wir schon jetzt damit, an der einen oder anderen Stelle um Spenden zu werben.

Eindrücke

Quellenangaben

Kirchengiebel - David Wilhelm
Kirche mit Grabsteine, Orgel -Jan Funke